Gratwanderung

Letzten Samstag sind wir unserem Ziel, alle Gipfel die wir in unserer Aussicht sehen mindestens einmal zu besteigen wieder ein gutes Stück näher gekommen:

Wir sind von Emmetten mit der Seilbahn zum Niederbauen hochgefahren und dann zum Oberbauenstock aufgestiegen. Der Aufstieg war z.T. sehr anspruchsvoll, an den steilsten Stellen musste man schon leicht klettern. Aber Thomas und Oliver haben auch die schwierigsten Stellen souverän und sicher überwunden.

Nach einer Stärkung bei toller Aussicht ging es auf dem Gratweg bis zum Gipfelkreuz auf dem Gandispitz, wo sich unsere beiden Boys voller Stolz ins Gipfelbuch eingetragen haben. Mit 9 und 11 Jahren gehören sie sicher zu den jüngsten, die schon auf dem Gandispitz waren.

Jetzt ging es nur noch abwärts, wobei der steile Abstieg auch ganz schön in die Knochen ging. Ein hilfsbereiter und geschäftstüchtiger Bergbauer machte uns dann um 17:40 bei der Alp Ronen darauf aufmerksam, dass wir noch mindestens 40 Minuten bis zur Stockhütte zu marschieren hätten, dass dort die letzte Bahn aber um 18:00 fahren würde. Gegen ein kleines Entgelt, das jedem Zürcher Taxifahrer zur Ehre gereicht hätte fuhr er uns dann zur Stockhütte. Der freundliche Bahnangestellte, der gerade die Eingangstüre abschloss konfrontierte uns dann leider mit der Tatsache, dass die letzte Bahn schon um 17:30 gefahren sei.

So machten wir uns dann auf den Marsch nach Emetten, es waren ja nur noch 5 km. Aber bekanntlich sollte man die Hoffnung nie zu schnell aufgeben. Schon nach 500m sahen wir die Bergstation einer kleinen Bahn die auf Telefonanruf rund um die Uhr fährt. So konnten wir uns nach über 6 Stunden Marschzeit den Abstieg nach Emetten doch noch sparen.

Müde und glücklich genossen wir zu Hause während des Abendessens die Aussicht auf unsere tolle Wanderroute zuerst in der Abendsonne und dann bei Vollmond, frei nach dem Motto: Weggis – Da wohnen wo andere Ferien machen.

 

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