Biken & Schlemmen in Pentolina

Frühlingsferien in Pentolina

Das nasskalte Frühlingswetter in der Schweiz geht uns langsam aber sicher auf den Keks und Marcel möchte endlich sein neues Bike ausprobieren. Also brechen wir am Ostermontag, dem 1. April in Richtung Toscana auf, wo wir im wunderschönen Hapimag Resort in Pentolina den Frühling spüren wollen.

Allerdings hat der Frühling auch in der Toscana noch nicht recht Einzug gehalten und wir werden von einem grauen Himmel empfangen. Der Empfang im Resort ist aber herzlich und wir lassen uns das Abendessen im Resort Restaurant schmecken.

Dienstag, 2. April – Siena und Schlamm

Morgens regnet es und wir machen einen Ausflug nach Siena.

Es hört aber bald auf zu regnen und wir machen uns per Bike auf den Weg, die nähere Resort-Umgebung kennen zu lernen. Der Hinweg über die Feldwege verlief ganz gut, der Rückweg über die Wiese endete dann bei der Stelle wo frisch geholzt wurde im Schlamm. Mühsam schieben wir unsere Räder durch den fast nabenhohen Schlamm. Wieder auf dem Weg angekommen müssen wir die gröbsten Schlammreste von Hand wegkratzen, damit sich die Räder wieder drehen. Im strömenden Regen fahren wir zurück ins Resort um uns und unsere Räder gründlich zu reinigen.

Mittwoch, 3. April – Biketour ins Val Merse

Bei strahlendem Sonnenschein starten wir zu einer wunderschönen Biketour durch die Riserva naturale Alto Merse.

Italienische Wanderkarten haben aber nicht ganz die Qualität der Schweizer Landeskarten und die Furt über die Merse, die uns auf den Weg zurück zum Ressort bring existiert schlicht und einfach nicht. Dass wir dann in Monticiano noch falsch abbiegen und eine halbe Stunde bergauf in die falsche Richtung fahren führt zu Begeisterungsstürmen innerhalb der Familie. Marcel und Thomas fahren dann per Bike ins Resort zurück und Marcel macht danach Taxidienst für Annette und Oliver. Kein Wunder hat uns das Abendessen im Tre Tigli hervorragend geschmeckt.

Donnerstag, 4. April – Türme in San Gimignano

Nach der langen gestrigen Biketour war wieder Sightseeing angesagt. Zusammen mit zwei drei anderen Touristen bewundern wir die Türme in San Gimignano, streifen durch Kunstgalerien und essen Wildschwein-Sandwich (Thomas) und Gelati (Oliver).

Freitag, 5. April – Ausflug nach Folonica

Das Wetter ist wieder einmal regnerisch, nur für die Küste ist Sonne angesagt. So machen wir uns auf den Weg nach Folonica.

Nach einer schönen Fahrt durch die Hügel der Toscana geniessen wir die Sonne in Folonica, bummeln am Strand entlang, besuchen die Marina von Piombino und auf dem Rückweg das Bike Mekka Massa Maritima.

Samstag, 6. April – Biketour nach Tonni

Heute scheint wieder einmal die Sonne und so macht sich die ganze Familie wieder auf zu einer Biketour. Nach einer schnellen Abfahrt ins Val di Rosia gehts eine steile Schotterpiste hoch Richtung Tonni welches wir nach diversen Irrungen und Wirrungen erreichen. Wir geniessen unsere Snacks, probieren knackiges Frühlingsgemüse von einem lokalen Bauern, bestaunen grosse rote Kater und machen uns dann mit einer Zusatzschlaufe auf den Rückweg ins Ressort. Abwärts ist die steile Schotterpiste kaum weniger anspruchsvoll als aufwärts.

Sonntag, 7. April – Entspannen und Granfondo

Annette und die Jungs entspannen sich bei schönstem Frühlingswetter im Resort. Die Jungs spielen Fussball, gehen Schwimmen und üben Bogenschiessen. Dabei lernen sie zwei südafrikanische Jungs kennen, mit denen sie sich gut verstehen. Die Eltern wiederum kennen gemeinsame Kollegen von Werner und Jacqueline. Die Welt ist ein Dorf.

Marcel wagt sich per Bike an den Granfondo di Val Merse. Diese Bike-Marathon Strecke ist mit 47 km zwar eher kurz, hat aber ruppige Aufstiege und flowige Singletrail-Abfahrten. Für den Anfang der Bike-Saison schon eine genügend grosse Herausforderung, auch im Tourentempo.

Montag, 8. April – Felgenbruch in Florenz

Annette und Thomas besuchen einen Gnocchi Kurs. Dieser ist aber schon nach 30 Minuten zu Ende und so brechen wir zu einem Ausflug nach Florenz auf. Leider zerstören wir uns bei der Autobahnausfahrt in Florenz in einem Schlagloch das rechte Vorderrad. Nach der Montage des Notrades machen wir uns auf den Weg zur VW Vertretung, die natürlich auf der anderen Seite der Stadt liegt. Schade, dass sie kurz vor unserem Eintreffen für die zweistündige Mittagspause geschlossen hat. So essen wir in einer Arbeiterbar auch etwas und warten bis die Garage wieder öffnet, nur um dann zu erfahren, dass es in ganz Italien keine Felge für unser spezielles Passatmodell gibt, dass diese in Wolfsburg bestellt werden müsse und frühestens in zwei Wochen hier sei. Unsere Stimmung sinkt auf den Nullpunkt. Unverrichteter Dinge zotteln wir aus der Garage ab, besuchen das Da Vinci Museum, bewundern den Dom, die Ponte Veccio und die Schaufenster der Luxus-Boutiquen.

Den Florenzbesuch haben wir uns anders vorgestellt. Den müssen wir wiederholen. Über die Strada del Chianti fahren wir zurück nach Pentolina und versüssen uns den Tag mit einem feinen Essen und einem herrlichen Brunello di Montalcino.

Dienstag, 9. April – Relaxen

Thomas und ich unternehmen eine kleine Biketour am Morgen, danach geniessen wir das Dolce far niente im Resort. Die Jungs gehen Fussballspielen.

Mittwoch, 10. April – Markt in Siena

Annette möchte unbedingt den Markt in Siena besuchen und so humpeln wir auf dem Notrad schon relativ früh am Morgen nach Siena. Der Markt ist wie überall, viele Klamotten und viel billiger Mist, den Lebensmittelmarkt haben wir kaum gefunden. Immerhin hat Annette noch ein paar Tomatenstauden gefunden. Nachmittags mache ich eine grosse Rekognoszierrunde für unsere letzte Familenbiketour in Pentolina und die Jungs gehen nochmals Bogenschiessen. Heute unter Anleitung von Elsässer Profi-Bogenschützen.

Donnerstag, 11. April – Grosse Schlusstour

Bei schönem, aber windigem Wetter ziehen wir los auf unsere letzte Biketour. Via Frosini nach Pod.e Colleaperto, dann über Poderino hoch zum P.gio Casalone und dann über Selva und Cotorniano zurück nach Pentolina. Allen gefällt die Tour und die Jungs tanzen aus Freude eine Runde Gangnam Style auf einem Parkbank.

Abends geniessen wir nochmals das feine Essen im Tre Tigli. Ausnahmsweise ohne Kokosnuss-Sorbet.

Freitag, 12. April – Rückreise in die Schweiz

Das Auto ist wieder vollgepackt und die Bikes auf dem Biketräger verzurrt. Gemütlich, mit maximal 80 km/h fahren wir einmal mehr mit dem Notrad am Hinterrad zurück in die Schweiz, penibel darauf bedacht, jedem Schlagloch auszuweichen. Glücklich und sicher kommen wir abends zu Hause an. Die tollen und ereignisreichen Fürhlingsferien sind zu Ende.

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